Haus mit gewendeltem GartenabgangEgg, AT, 2025

Bauherr: Familie Bereuter
Fotograf: Adolf Bereuter



Wie wird ein Haus in den Obergeschossen vollständig umgebaut, ohne dabei tiefgreifende Eingriffe im Dach und an der Fassade vorzunehmen?
Das Haus wird von der Familie der Enkelin übernommen ist so umgebaut, dass es als Ihres empfunden wird. Das Ober- und Dachgeschoss wird auf den Rohbau rückgebaut, mit neuen Haustechnikleitungen ausgestattet. Es soll für die Familie mit neuer Raumaufteilung und neuen Oberflächen ihren Vorstellungen entsprechen. Die Oma zieht in die kleinere bestehende Wohnung im Erdgeschoss.
Die Fassade bleibt möglichst unangetastet, um die baulichen Maßnahmen und Eingriffe auf die Obergeschosse beschränken zu können. Mit neuem Ein- und Aufgang bis in das Dachgeschoss entsteht eine spürbare Raumeinheit. Mit zusätzlichem Abgang über die neue Wendeltreppe in den Garten wird Großzügigkeit geschaffen. Zudem werden über diese auf kurzem Wege die Eltern der Bauherrin am benachbarten Grundstück erreicht.
Der Zugang zum Haus erfolgt weiterhin über den nördlichen Vorplatz. Die beiden bestehenden Garagen bleiben erhalten. Der Eingang wird adaptiert. Eine neue Eingangstüre und ein Regal als Filter führt die Gestaltung und Materialisierung in die Obergeschosse weiter. Das neue Zentrum ist die großzügige Küche mit Essbereich und Terrasse im Obergeschoss. Helle Materialien und lichtdurchflutete Wohnräume lassen das Sonnenlicht weit eindringen und ermöglichen Ausblicke in die Berge des Bregenzerwaldes. Das Panorama reicht von der Winterstaude, über die Hangspitze bis zum Bödele.
Ein das Dachgeschoss verbindender neuer Treppenaufgang mit Oberlicht führt in die Schlafzimmer. Im Dachgeschoss sind die Kinderzimmer mit eigenen kleinen Nasszellen. Die bestehende Erdgeschosswohnung bleibt unverändert. Sämtliche Fenster sind erneuert und die Anschlüsse an die bestehende Außenfassade mit wenigen Adaption gelöst. Die außenliegenden neue Holzverkleidungen der Wendeltreppe sind farblich mit Brauntönen an den Bestand angepasst. In die Dachhaut wurden zwei Dachfenster ergänzend eingebaut, die beiden bestehenden erneuert.
Die neuen Oberflächen im Haus bestehen aus Massivholzböden aus Esche, die rund um die neue Holztreppe angebrachten Möbel sind aus Kernesche. neuen Wände sind in Holztäfer aus Tanne gehalten. Sämtliche Bestandswände sind mit weißem, leicht wolkig wirkendem Kalkputz überzogen. Entstanden sind von Tageslicht durchflutete Räume. Die neuen spannungsvollen Raumzusammenhänge sind besonders reizvoll und ein positiver Effekt einer Sanierung.







